Christus ist das Licht der Völker
«Gleich nach Weihnachten werden Semmelroth usw. nach München kommen, wo wir dann (vielleicht auch mit Schmaus zusammen) über das Konzilsschema ‹De Ecclesia› brüten müssen für die deutschen Bischöfe, die dies bis Februar brauchen». Im Hintergrund dieser Zeilen, die Karl Rahner am 17.12.1962 aus Innsbruck an Herbert Vorgrimler richtete, standen die Vorbereitungen für das Treffen der deutschsprachigen Bischöfe im Februar 1963. Hinsichtlich des Kirchenschemas wurden die Vorbereitungen im Auftrag Kardinal Döpfners vom Mainzer Bischof Hermann Volk koordiniert.Am 18.12.1962 schrieb dessen Konzilstheologe Otto Semmelroth in seinem Tagebuch: «Heute waren P. Grillmeier und ich den ganzen Tag in Mainz im Bischofshaus. Nachmittags kam auch P. Hirschmann noch, und wir skizzierten den Vorschlag für ein neues Schema De Ecclesia. In der Woche nach Weihnachten wollen wir in München mit Kardinal Döpfner, Bischof Volk, Prälat Schmaus, Prof. Ratzinger, Prof. Schnackenburg, P. Rahner, P. Grillmeier und ich die Sache drei Tage lang durchsprechen.»Das Treffen, das vom 28. bis 30. Dezember 1962 in der Katholischen Akademie Bayern stattfand, stellte eine wichtige Etappe auf dem Weg zum «deutschen Schema» dar, aus dem die spätere Konstitution über die Kirche nicht zuletzt die berühmten Anfangsworte – «Lumen gentium cum sit Christus» – übernahm. Bis zur endgültigen Fassung war freilich noch ein weiter Weg zurückzulegen. Insbesondere galt es, die Überlegungen von Bischöfen und Theologen aus verschiedenen Ländern zusammenzuführen, wofür in den diesbezüglich arbeitsintensiven Monaten Januar und Februar 1963 Namen wie Gérard Philipps, Yves Congar und Bischof Elchinger stehen.(Michael Quisinsky; Zitate aus: Herbert Vorgrimler: Karl Rahner verstehen. Eine Einführung. Kevelaer: Butzon & Bercker, 2002, 193; Günther Wassilowsky: Universales Heilssakrament Kirche. Karl Rahners Beitrag zur Ekklesiologie des II. Vatikanums. Innsbruck: Tyrolia, 2001, 281 Anm. 11 bzw. 282)
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