Walter Ludin

Christenverfolgung

Bitte nicht übertreibenGewiss, Christenverfolgungen sind eine schreckliche Sache, nicht nur zu altrömischen Zeiten. Dennoch: Meldungen darüber sollten sachlich und ehrlich sein. Auch hier gilt: Bitte nicht übertreiben.Ich habe an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, wie Open Doors, ein Hilfswerk, das den Evangelikalen und Freikirchen nahe steht, es mit der Wahrheit nichts so genau nimmt. So werden Golfstaaten, die Land für den Bau von Kirchen zur Verfügung stellen, in die Liste der Christenverfolger eingereiht. In den letzten Tagen habe ich gleich zwei katholische Zeitschriften gesehen, welche die Darstellung kritiklos übernommen haben.Eine Ausnahme macht Publik-Forum. Die Statistiken des Werks werden hier hinterfragt (Nr. 2. 2012). Ausserdem:-Es wird daran erinnert, dass zum Beispiel in Nigeria die Angriffe auf Christen auf Verteilungskämpfen zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen beruhen.-In Nigeria wendet sich sogar der oberste Muslim gegen die Angriffe auf Christen.-Ausserdem: «Es wird völlig vergessen. Am härtesten verfolgt werden derzeit weltweit Nichtchristen: Schiiten, Aleviten und Bahai’s. Verfolgt werden sie zumeist von sunnitischen Muslimen.»Übrigens: Wer hat sich schon die Mühe genommen, sich mit dem Glauben der Aleviten und der Bahai’s auseinanderzusetzen?

4. Februar 2012 | 01:43
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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