«Chasselas ist wie Chanel»
So titelt heute unser Hausblatt mit Verweis auf Frau Chandra Kurt. Ich verlasse meine gängigen Wege für einmal und mache mich äusserst unbeliebt, wenn ich hier meine Meinung zu dieser Traubensorte als Basis für Weisswein kundtue:
a) Meines Wissens ist Chasselas in Frankreich primär eine Speisetraube und nicht unbedingt für die Weinproduktion geeignet. Könnten wir hier nicht vom Land lernen, das in Sachen Wein so einiges mehr versteht als wir?
b) Meiner Meinung nach schmecken Chasselas-Weine (egal ob Fendant, Epesses, St.Saph oder auch was) wie Zuckerwasser, nur eben sauer, und sind mit hübschen Kohlesäureperlen angereichert. Das war und ist für mich gar kein rechter Wein.
c) Seine seltsame Popularität in unserem Lande muss mit der Gilberte aus Courgenay und der Aktivdienstgeneration zu tun haben.
Ich bin übrigens kein Chardonnay-Fan, aber es gibt in der Schweiz so etliches weit Besseres: Riesling, Johannisberg/Silvaner, Merlot Bianco, Petite Arvine, Sauvignon Blanc. Und wenn wir gar ins Ausland schauen: Grüner Veltliner, Roero Arneis und noch viel mehr!
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