Walter Ludin

Campari ...

… oder Tagsatzung?Ich erinnere mich noch gut an den Auffahrtstag vor drei Jahren. Am Morgen gab es Meldungen über den Stau auf der Autobahn in den Süden. Ich abermusste mich aufmachen in den Nordwesten unseres Landes, an die Tagsatzung in Allschwil. Einen Augenblick fragte ich mich: Warum tue ich mir das an, drei Tagen diskutieren und schreiben – wo ich doch auch reif wäre für den Süden? Und ich fuhr an die Tagsatzung – und traf viele Gleichgesinnte, denen die Kirchenreform wichtiger ist als das Dolce far niente im Süden. Das Ganze inspirierte mich zu einem Kurzbeitrag in der neuen Rubrik Good news von kath.ch. Hier der Text für alle, die ihn noch nicht gesehen haben.
Statt in den Süden an die Tagsatzung

Während sich am Auffahrtstag unzählige auf den Weg in den Süden machen, versammeln sich rund 100 Gläubige in Steinhausen zur Tagsatzung im Bistum Basel. Statt auf einer Piazza bei einem Espresso oder Campari über Gott und die Welt Smalltalk zu führen, beschäftigen sie sich bis am Samstag Mittag intensiv mit dem Thema «Menschen- Welt- und Gottesbilder im Streit».Die Tagsatzung wird nun schon zum vierten Mal durchgeführt. In Steinhausen sind etliche dabei, die schon 1998 an der ersten Versammlung in Luzern teilnahmen. Sie leben das, was Leo Karrer als «Vater» der Tagsatzungs-Idee immer wieder betont: Wer die Kirche reformieren will, braucht einen langen Atem.Kurzentschlossene (auch aus andern Diözesen) können sich immer noch für die Tagsatzung anmelden. Infos unter www.tagsatzung.ch

4. Mai 2010 | 01:35
von Walter Ludin
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