Brückenbauer im Heiligen Land
Während der Reise von Papst Franziskus ins Heilige Land zeigte sich immer wieder, wie sehr das II. Vaticanum in vielerlei Hinsicht Perspektiven eröffnet hat. Nicht zuletzt die Konzilsteilnehmer aus der Region mit ihrer komplizierten religiösen, politischen und sozialen Gemengelage haben daran ihren Anteil. Einer von ihnen war der 1908 in Tantah (Ägypten) geborene melkitische Christ Georges Hakim. Nach dem Schulbesuch bei den Weissen Vätern und den Jesuiten studierte er im Séminaire Sainte-Anne und empfing 1930 die Priesterweihe. Nach diversen Tätigkeiten in Kairo wurde er 1943 Bischof von Akka und ganz Galiläa, 1964 Erzbischof ebenda und übte von 1967-2000 als Maximos V. das Amt des melkitischen Patriarchen von Antiochia aus. Während des Konzils der Gruppe der «Kirche der Armen» um den französischen Priester Paul Gauthier verbunden, galt sein Augenmerk zeitlebens der Ökumene und dem interreligiösen Dialog. Seine in französischer Sprache gehaltenen Konzilsinterventionen reflektieren vor dem Horizont melkitischer Tradition und Erfahrung Leben und Lehre der Kirche. 2001 starb Hakim in Beirut.
(mq, vgl. PersLex 125)
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


