Heinz Angehrn

Bibel und Literatur 11.1.

Zusammen mit Thomas Englberger vom Bibelwerk darf ich die Inhalte der diesjährigen Reihe auswählen. Zum Thema «Wahrscheinlich (k)ein Gott» kam mir zunächst das ungebrochen selbstverständliche Schreiben von/über Gott in der gesamten Weltliteratur in denm Sinn. Dann kam die Idee auf, die immer etwas vernachlässigte Lyrik zu Wort kommen zu lassen und dementsprechend auch mit lyrischen Bibeltexten zu arbeiten. Hier das Konzept für den 11.1.:
Auftakt: Psalm 95, der Start der Ordensgemeinschaften in den neuen Tag.Das 16.Jh. zum Ersten: Meditation des Sir Thomas More als Gefangener im Tower im Jahr 1534.Das 16.Jh. zum Zweiten: Die Liebesmystik des Juan de la Cruz (»En una noche oscura»/»Qué bien sé yo la fonte», um 1585).Novalis als Teenager: «Allmächtiger Geist, Urquell aller Wesen» (1789/90).Das bürgerliche Zeitalter naht: Annette von Droste-Hülshoff, «Glaube» (1818/19).Gebrochen-Ungebrochen in die neue Zeit: Rainer Maria Rilke, «Vom Mönchischen Leben» (1899).Der Bruch: Bert Brecht, «Hymne an Gott» (1917).Ausklang: Psalm 139, das Reden vom alles umfassenden Gott.

4. Januar 2010 | 13:15
von Heinz Angehrn
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