Heinz Angehrn

Belcea II: Bartók

Noch vor der Pause dann Béla Bartóks Streichquartett Nr.1 Sz 40. Gerade umgekehrt zum späten Haydn ein früher Bartók, ein spannend gedachte formale Klammer. Und so wie Haydn sehr klassisch klang, so präsentierte sich Bartók hier noch recht spätromantisch und ersparte uns gröbere Dissonanzen. Ja noch viel mehr: Schade eigentlich, dass Herr Bartók diesen Weg ging, denn hier klingt er auch ab und zu nach Bernard Herrmann, und das öffnet gewaltige optische Bilder. Oder ist es umgekehrt: Hat Herr Herrmann an Bartók gedacht, als er so gewaltige Filmmusiken wie die für «Vertigo» und «The man who knew to much» erschuf?

10. Dezember 2015 | 16:11
von Heinz Angehrn
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