Begegnungen noch und Koch
Am Nachmittag habe ich am ersten Teil der Internationalen Pilgerkonferez teilgenommen. Dabei hat Kardinal Kurt Koch einen Vortrag gehalten über die Situation der Ökumene, wie sie sich aus seiner Sicht als Präsident des Rates zur Förderung der Einheit der Christen darstellt. Er hat den Weg der Ökumene als einen Pilgerweg skizziert. Dabei allerdings auch festgehalten, dass das Ziel des Pilgerweges noch nicht für alle klar sei. Ein weiterer Vortrag hielt die Präsin (feminine Form von Präses!) der lutheranischen Bischöfe. Sie sprach darüber, dass die Kirche Norwegens eine pilgernde Kirche sei. Im Anschluss an die Konferenz habe ich mit Kardinal Kurt vereinbart, dass wir das Interview für Signum, die Zeitschift der Jesuiten in Schweden (ähnlich Herder Korrespondenz), noch heute aufnehmen werden. Um sicher zu gehen, dass nichts mehr auf dem Programm steht, fragte er noch den Nuntius. Als von ihm – gewissermassen das Okay kam – dass Kardinal Kurt heute Abend frei sei, meinte der Nuntius, der Chauffeur könne mich dann zum Kloster fahren (wo Kardinal Kurt wohnt) und anschliessend auch wieder in die Stadt bringen. Dieses Angebot habe ich natürlich gerne angenommen! Nun galt es noch Nicola zu finden. Sie wollte unbedingt beim Interview dabei sein und mal einen Kardinal ganz aus der Nähe erleben. Ich habe – wie man das heute macht – eine SMS geschickt und am Ende der Konferenz war sie dann pünktlich zur Stelle. Schliesslich haben wir noch die Konzerttickets verschenkt, die wir für heute Abend hatten. Wegen des Termins mit Kardinal Kurt mussten wir das Konzert leider sausen lassen. Nun galt es den Chauffeur zu treffen, der uns ins Kloster fahren sollte. Er sagte uns, dass wir bei der katholischen Kirche auf ihn warten sollen, weil er mehrmals fahren muss (zu viele Passagiere!). Wir machten uns auf den Weg zur Kirche. Kaum da, kam eine Frau auf mich zu, die sagte zu mir: Du musst Sibylle sein. Der Chauffeur kommt bald zurück, gedulde dich noch einen Moment. Ich fraget sie, woher sie weiss, dass es mich gibt und warum sie mich als Sibylle erkannt hätte. Sie meinte, der Nuntius und der Kardinal hätten ihr davon erzählt und sie hätte gehört, dass ich etwas mit Pilgern und so zu tun hätte und das sei fantastisch. Sie hat dann auch sofort eine Freundin angerufen, die ich unbedingt noch treffen soll, die sich mit Wallfahrten sehr gut auskennt. Mit ihr habe ich mich schliesslich für Sonntag verabredet. Diese Dame, von der ich immer noch nicht genau weiss, was sie macht und wer sie ist, sagte mir dann es gäbe eine Schweizerin in Trondheim, die mich gerne kennenlernen möchte. Und noch ehe sie weiter erzählte, kam Margrit schon auf die Kirche zugelaufen und auf mich zu und sagte: Hallo und Grüezi, ich wollte dich unbedingt treffen! Ich fragte, woher sie weiss, dass es mich gibt und dass ich hier bin. Und sie sagte, dass sie meinen Blog auf kath.ch lese! Ich war begeistert! Ich habe ihr Nicola vorgestellt und sagte: Das ist meine Praktikantin! Darauf sagte Margrit: Das weiss ich doch, ich lese deinen blog! Unglaublich!
Auch mit ihr will ich mich am Samstag noch einmal treffen. Ein reicher Tag mit tollen und herzlichen Begegenungen. Ach ja, und anschliessend fuhr uns der Chauffeur zum Kloster und Kardinal Kurt gab ein interessantes Interview. Mal sehen, ob ich es dann, wenn es in Signum erscheint auf meinen blog setzen kann. Ein unvergesslicher Festtag!
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


