Thomas Boutellier

Auf zu unbekannten Pfaden

In den letzten Wochen bekam ich immer mal wieder ein Mail, in dem unten vor dem Namen «Gut Pfad» stand. Ein Ausdruck, den wir in der Schweiz nicht wirklich gebrauchen, heisst doch der Wahlspruch der Pfadis in der Schweiz «allzeit Bereit».

Also machte ich mich Samstag um 5.30 Uhr (eben allzeit Bereit) auf zu neuen Pfaden, hoch nach Deutschland an die Weser. Punkt 14.08 beginnt mein letzter Pfadfinderkurs als Teilnehmer. Ich darf Klötzchen machen!

Für nicht Pfadfinder ich bin an einem Internationalen Gillwellkurs. Der älteste Pfadfinderkurs der Welt, den schon der Gründer der Pfadi geleitet hat.

Also steige ich aus dem Zug und was sehe ich? Ich bin der Einzige mit grüner Uniform (Pfadihemd). Schön, war ja klar der Schweizer fällt auf.
Ich darf den Kurs bei den katholischen Pfadfindern in Deutschland machen.
Als Bundeskurat ( so würde meine offizielle Funktion hier genannt werden) bin ich sozusagen Einzigartig, denn die DPSG hat gerade keinen, und so bin ich Weltweit der einzige National Chaplain der Welt der nicht Priester ist.
Also eben wandeln auf neuen Pfaden da die katholische Jugendarbeit in Deutschland doch noch expliziter ist als in der Schweiz. Aber ausser dass beim Essen selbstverständlich Gebetet wird und das mit vollem Körpereinsatz, habe ich noch keinen Unterschied bemerkt. Aber Spiritualität ist ein Dauerthema in den Gesprächen, denn es ist Wochenende und alle wollen sehen was gemacht wird.

Und so freue auch ich mich auf 9 Tage Reflexion, Projektarbeit auf unbekannten bekannten Pfaden.

Baumpfad © Thomas Boutellier
30. April 2017 | 10:10
von Thomas Boutellier
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