Walter Ludin

Atomenergie ...

… mit SchönheitsfehlerIn der Zeitschrift Kirche in (Wien) meint der Experimentalphysiker Rudolf Dobrozemsky, die Stromgewinnung aus Kernenergie sei eine «umweltfreundliche Energie, zugegeben mit dem Schönheitsfehler, dass die Endlagerung noch nicht geklärt ist». In diesem Zusammenhang wurde schon vor einiger Zeit ein nicht ganz appetitlicher Vergleich gemacht: Die Atomindustrie benimmt sich wie die Erbauer eines Luxushotels, die vergessen, WCs einzubauen. Es interessiert sie nur, dass die Leute gut essen. Was mit den Überresten der Verdauung geschieht, interessiert sie nicht. Wie würde Herr R. D. sich in einem solchen Hotel fühlen? Würde er auch bloss von einem Schönheitsfehler sprechen?Da waren die Kapuziner doch klüger. Ob es wahr ist oder bloss «gut erfunden», spielt hier keine grosse Rolle: Eine örtliche Kapuzinergemeinschaft wollte ein Kloster bauen und musste die Pläne den höhern Obern einschicken. Die Pläne kamen zurück, wobei die Küche gestrichen war mit der Bemerkung: «Ihr habt das WC vergessen. Ihr könnt die weitgehend Probleme umgehen, indem ihr keine Küche baut.»Die Moral von der Geschichte: Solange keine Entsorgungsorte für atomaren Abfall vorhanden sind, sollte man aufhören mit seiner Produktion. Damit wir und die kommenden 1000 oder mehr Generationen nicht in des Teufels Küche kommen ….

7. Juli 2011 | 01:51
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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