Anmarsch zur Bergpredigt
Und nun – nach dem Intermezzo des zweiten Sonntags im Jahreskreis – der grosse Kracher des Lesejahrs A gleich an den ersten Sonntagen, die wesentlichen Abschnitte der Bergpredigt bei Matthäus, eingeleitet zunächst mit Mt 4,12-23. Da die Fastenzeit dieses Jahr spät beginnt, sind uns viele Sonntage geschenkt. Die Ankündigung der ‘basileia tou theou’ steht am Anfang. Mit ihr ist auch schon die Zielrichtung der Bergpredigt als Ganzes gegeben. Es ist eine weltverändernde Botschaft, die hier verkündet wird:
«Das Evangelium lädt vor allem dazu ein, dem Gott zu antworten, der uns liebt und uns rettet – ihm zu antworten, indem man ihn in den anderen erkennt und aus sich selbst herausgeht, um das Wohl aller zu suchen. Diese Einladung darf unter keinen Umständen verdunkelt werden! Alle Tugenden stehen im Dienst dieser Antwort der Liebe. Wenn diese Einladung nicht stark und anziehend leuchtet, riskiert das moralische Gebäude der Kirche, ein Kartenhaus zu werden, und das ist unsere schlimmste Gefahr. Denn dann wird es nicht eigentlich das Evangelium sein, was verkündet wird, sondern einige lehrmässige oder moralische Schwerpunkte.» (Verfasser wohlbekannt)
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