Heinz Angehrn

Ankündigung: Flade

Am 5./6.Juni feiert eine grosse Institution der St.Galler Katholiken, die Flade, die Katholische Kantons-Sekundar-Schule, ihr 200-Jahr-Jubiläum. Enstanden aus den Trümmern des aufgehobenen Klosters, war sie die erste Anlaufstelle und dies sauber nach Geschlechtern getrennt, an der Schüler/innen nach den sechs Primarschuljahren kirchlich-katholisch pädagogisch betreut wurden. Die wöchentliche Schulmesse gehörte dazu, ebenso das Amt des Rektors=Schulvorstehers, das bis weit in die 80er Jahre hinein von einem Priester ausgeübt wurde.
Ich hatte die Ehre, die Flade als Mitglied der Lateinklasse 1f/2f in den Jahren 1968 bis 1970 zu besuchen. Viele meiner Mitschüler stehen heute an wertvollen Positionen der Gesellschaft, mehrere Ärzte haben wir hervorgebracht, den Präsidenten des TCS St.Gallen, und auch einige Sprachlehrer. Ich selber bin der einzige, der dort gelandet ist, worum es der Flade bei ihrer Betreuung von Schülern auch ging: im kirchlichen Personal.
Gerade darum fühle ich mich verpflichtet, in den Tagen bis zum Jubiläum unter dem Titel «Flade-Erinnerungen» hier zu erzählen, wie das damals war, mitten in den 68ern drin als Pubertierende einer kirchlichen Erziehungsanstalt zu begegnen. Ich werde von engagierten guten Lehrern berichten, aber auch von Üblem und Schrecklichem. Und ich teile im voraus mit, dass das, was Niklaus Meienberg in seinen Memoiren zum Thema schrieb, so auch stimmt.

19. Mai 2009 | 07:38
von Heinz Angehrn
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