Hans Leu

Advents – Ahnungen

Ab dem naechsten Sonntag werde ich nun vier Wochen lang jeden Tag das Lied singen: «Leise rieselt der Schnee…»   In Namibia «Hoffnung pure» / der Traum vom Leben auf der Alp… / in der Wueste ist das ganz anders…  darum philosophisch-trockene Gedanken zum Advent…  Aufbluehen ist moeglich.

Der Advent ist eine Ahnung von Auftauchen + Entstehen + Ankommen. Einige von uns sind neugierig; sie moechten wissen: wie das Bewusstsein, die Liebe, das Weltall und in ihm die Erde und auf ihr der Mensch und in ihm die Relgionen auftauchen, entstehen, ankommen – und wir wissen das alles nicht!
Das ist Advent! Doch nur eine Ahnung von all dem zu haben ist uns nicht genug – wir wuenschen uns Wissen!
sog. Vorstellungen… Gottseidank gibt es seit langem fuer fast alles viele Entstehungs-GESCHICHTEN…
sie freuen uns, sie erschrecken uns…  aber sie genuegen uns auch nicht… Spaeter sind die reduzierenden Nwss
mit den Entstehungs-Geschichten in Konkurrenz getreten, sie liefern Hypothesen…  genuegt uns das?
Manchmal kommt der Moment, wo wir uns – nach der Ahnung, nach dem relativen Wissen und nach den bedingten Erfahrungen – entscheiden muessen: Ich glaube das war, das ist der Weg.

Was wir menschlich ahnen, wissen, glauben… das untersteht einem eigenartigen Rahmen; es sind die Rahmen-Bedingungen des Wahr-Nehmens. Sie bestimmen mit, was auf die Bewusstseins-Buehne kommen kann und tatsaechlich kommt, was eben nicht auftreten kann und vor allem, wie es sich zeigen kann und wird. Der Unterschied zwischen: So entsteht es eben und so koennen wir uns sein Entstehen denken – ist mysterioes. Es bleibt die Frage: Wie erfasst unsere Wahrnehmung jene Wirklichkeit, vor der wir annehmen, dasss sie existiert oder wengistens uns gegeben ist.

Wenn wir irgendetwas denken, wahrnehmen, dann ist es bei uns irgendwie ankommend. Aber eben: wir erfassen nicht die Wirklichkeit, die ankommt so wie sie ist, sondern wir erfassen sie so, wie es unsere Wahrnehmungs-Faehigkeit bestimmt. Wenn das die Theologie wuesste!

Das ist wichtig fuer den Christlichen Advent. Es gibt Gott heisst: Gott entsteht und kommt an: die Gabe Gott taucht auf – wir ahnen Gott, wissen um IHN, machen so unsere Erfahrungen mit dem Phaenomen Gott – und es taucht begleitend auch die Frage auf: kannst du dich entscheiden zur Akzeptanz?
Diese ist abhaengig vom WIE ! WIE wird ER, der auftaucht, vorgestellt, proklamiert, wahr-genommen?
So wird der ADVENT in der Kirche zu einer theologischen Herausforderung fuer alle…
falls nicht gilt: «alles schlaeft einsam wacht».

Gott ist wie die Sonne, was wir mit den Strahlen machen – liegt an uns... aufbluehen!
21. November 2016 | 10:33
von Hans Leu
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!