Abzug der französischen Truppen aus Algerien
«Schliesslich bemerken wir in unseren Tagen, dass die ganze Menschheitsfamilie im sozialen wie im politischen Leben eine völlig neue Gestalt angenommen hat. Da nämlich alle Völker für sich Freiheit beanspruchen oder beanspruchen werden, wird es bald keine Völker mehr geben, die über andere herrschen, noch solche, die unter fremder Herrschaft stehen». Mit diesen Worten beschreibt Papst Johannes XXIII. in seiner Enzyklika Pacem in terris vom 11. April 1963 (Nr. 23) eines der «Zeichen der Zeit».
Am 15. Juni 1964 verlassen die letzten französischen Truppen mit Ausnahme eines letzten Flottenstützpunktes Algerien. Die ehemalige französische Kolonie hatte zwei Jahre zuvor, am 5. Juli 1962, die Unabhängigkeit erklärt.
Wie weit der Weg zu Frieden, Menschenwürde und Freiheit sein würde, war damals noch nicht absehbar.
(emf)
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