Konzilsblogteam

«… an die Männer der praktischen Arbeit in der Kirche»

… sollte sich jene neue Zeitschrift richten, deren Herausgabe vor 50 Jahren geplant wurde, und die als eine Zeitschrift der konziliaren Erneuerung verstanden werden wollte. (A 3,75). In den Herbstwochen 1963 wurde die «Internationale Zeitschrift für Theologie – CONCILIUM» ins Leben gerufen. Am 19. Oktober 1963 fand eine Planungssitzung statt (vgl. Co 1,485). Im November wurde mit dem DO-C, dem Dutch Documentation Center for the Council eine Kooperation beschlossen. Eine Stiftung in den Niederlanden stellte die wirtschaftliche Basis für die Herausgabe der Zeitschrift dar. Die erste Ausgabe dieser Zeitschrift, die bis heute wohl am stärksten die Fortführung konziliarer Theologie zum Markenkern erhob, erschien im Januar 1965.
Im Vorwort der Herausgeber wird die Adressatengruppe angesprochen – und nicht nur schmeichelhaft erwähnt. Hier mag eine Sorge sichtbar werden, die die Herausgeber schon 1963 bewegt hatte: Wie wird die neue oder neuartige Theologie des Konzils wohl in die Köpfe der kirchlichen Praktiker – die man sich noch während des Konzils fast immer nur männlich vorstellen konnte – gelangen? Concilium wollte sich also an die Männer der kirchlichen Praxis wenden. «Denn diese Männer der Kirche wissen, dass sie nicht einfach bloss in ihrer Praxis von jener Theologie leben können, die sie vor vielen Jahren in ihrer eigenen Ausbildung gelernt haben. Und es zeichnet sich eine Theologie ab, die diesen Männern für ihre eigene Aufgabe mehr sagen kann als das, was in den Schulbüchern vergangener Jahrzehnte gestanden hat» (Conc (D) 1 [1965] 1).
Unter den Autoren der ersten Ausgabe finden sich alte Bekannte (nicht nur) des Konzilsblogs, so z.B. Karl Rahner, Edward Schillebeeckx, Yves Congar und Josef Ratzinger.
(ab)

19. Oktober 2013 | 00:03
von Konzilsblogteam
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