Schönen Worten auch Taten folgen lassen
Den Bischof als Diener zu bezeichnen, sei das eine. Ein anderes, diesen schönen Gedanken auch konkret umzusetzen. Kardinal Paul Emile Léger, Erzbischof von Montreal, sagte am 7. Oktober 1963 dazu das Folgende:
«Es sei mir erlaubt, den Wunsch auszusprechen, dass diese schöne Gesinnung des demütigen und armen Dienstes auch in den täglichen Beziehungen der Bischöfe zu ihren Gläubigen und zur Welt sichtbar werde. Damit wir das wirklich erreichen, schlage ich vor, dass zunächst eine Prüfung und sodann eine neue Regelung über die Ehrenbezeichnungen, das äussere Auftreten und die Anredeformen vorgenommen werden, die wir selbst oft ungern gebrauchen und die der Erfüllung des Dienstes unserer Seelsorge so sehr schaden. Allen Ausführungen, die einige Väter in dieser Aula über die besondere Sorge der Kirche für die Armen vorgetragen haben, stimme ich vorbehaltlos zu. Die fortdauernde Inanspruchnahme alter Prachtentfaltung bildet ein Hindernis für unser Verhalten gegenüber den Armen, das uns das Evangelium gebietet. Man konnte diese Pracht wohl in Zeiten für notwendig halten, als einige Bischöfe auch weltliche Machtstellungen innehatten. Aber heute stimmt sie weder mit den Gewohnheiten des öffentlichen Lebens noch mit unserer Gesinnung überein.»
(ab; AdF 2,376f.)
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