Die Konferenz von Montréal in den Medien
Bei der Weltkonferenz der Kommission Faith and Order des Ökumenischen Rates der Kirchen, die vom 12. bis 26. Juli 1963 in Montréal stattfindet (siehe Konzilsblog vom 12. Juli 2013), sind Korrespondenten der Presse zahlreich vertreten. Entsprechend viel Resonanz findet die Konferenz in den Medien. So publiziert der Journalist A. Wenger ab dem 31. Juli 1963 Reportagen in der Zeitung «La Croix». Der Journalist Henri Fesquet, der untenstehend noch näher vorgestellt wird, veröffentlicht in der zweiten Julihälfte eine Artikelserie zu Montréal in Le Monde. Für ihn stellt die Konferenz einen Beitrag zur Verbesserung der psychologischen und dogmatischen Beziehungen zwischen den Kirchen dar (Le Monde, 28.7.1963, zit. A 2,646 Anm. 74).
In den nächsten Tagen erscheinen Beiträge über Henri Fesquet, so dass es sich lohnt, etwas genauer auf dessen Leben einzugehen: Der 1917 in Millau (Aveyron) Geborene war nach Kriegsgefangenschaft (zusammen mit Yves Congar) von 1950 bis 1983 der für religiöse Fragen zuständige Redaktor bei «Le Monde». Während des Zweiten Vatikanischen Konzils und der nachfolgenden Bischofssynoden war er auch römischer Korrespondent dieser Zeitung. Dank seiner guten Beziehungen zu Bischöfen und Theologen erlangte er grossen Einfluss. Sein 1966 herausgegebenes «Journal du concile» ist ein wichtiges Dokument über dieses kirchliche Grossereignis. Henri Fesquet starb Ende April 2011 in Paris.
(emf/ufw; vgl. Michael Quisinsky/Peter Walter: Personenlexikon zum Zweiten Vatikanischen Konzil. Freiburg-Basel-Wien 2012, S.106)
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