«Man kann nicht vorsichtig genug sein»
Derselbe Rahner, über den Yves Congar gestern vor 50 Jahren in Rom seufzte, schreibt am 29. Mai 1963 von Innsbruck aus Kardinal Döpfner, weil in Rom ausgemacht worden war, dass er für die Tagung der deutschsprachigen Bischöfe (vgl. Konzilsblog vom 24.5.2013) ein Gutachten über die drei dogmatischen Schemata vorbereiten solle. Rahner fragt Döpfner an, ob er die Texte von ihm erhalten könne, da es ihm in Rom nicht möglich war, die Texte zu erhalten. «Nur Philips ist in den Besitz der beiden Kapitel gekommen (gedruckt). (Nebenbei sagte er mir, dass im Kapitel 3 De Laicis Schauf auf eigene Faust einige Texte herausgestrichen habe, die zu restituieren ihm (Philips) dann wieder gelungen sei. Man kann nicht vorsichtig genug sein, sonst wird man am Ende doch noch hereingelegt» (Dö 448). Im Rückblick auf die Vollversammlung der Theologischen Kommission in Rom bemerkt Rahner: «Den sehr mässigen Erfolg unserer letzten Sitzungen wird Exz. Schröffer schon berichtet haben» (Dö 448).
Denselben Brief beschliesst Rahner mit einer persönlichen Information, nämlich dass er gewillt ist und vom Jesuitengeneral die Zustimmung erhalten habe, eine Berufung auf den sog. Guardini-Lehrstuhl nach München anzunehmen. 1964 wird er in der Tat nach München berufen werden.
(emf)
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