Heinz Angehrn

Herr Christian Wildhagen

gehört zu einer kleinen Gruppe von äusserst privilegierten Menschen. Im Auftrag von Zeitungen darf er zurzeit die Premieren in Salzburg und Bayreuth besuchen (viele Zeitgenossen müssen dafür finanziell und organisatorisch riesigen Aufwand betreiben) und als Gegenleistung Kritiken schreiben. Der hier Schreibende bekennt, dass ihn angesichts dieser Vorstellung blanker Neid umtreibt …

Kehren wir aber zu Herrn Wildhagen zurück. Was er schreibt (nebst einer wirklich amüsanten Glosse zu Frau Netrebko und ihrem Tenorgatten mit Blick auf eine konzertante «Manon Lescaut»), entlarvt ihn als Vertreter jener «pressure group», die Intendanten, Regisseure und weitere Verantwortliche antreibt, möglichst hässliche, absurde und die Musik nicht respektierende Aufführungen zu bieten. Schönheit und Authentizität interessieren nicht, ja das wird als «Griff in die unterste Schublade des Bühnenkitsches»  abgetan.

Nachzulesen in Wildhagens aktuellen Kritiken, etwa zum neuen «Parsifal» in Bayreuth und zu «Die Liebe der Danae» in Salzburg.

Apropos: Ich habe nun bald unsere Sammlung an «schönen» und «opulenten» Inszenierungen (natürlich von Schenk, Ponnelle, Zeffirelli und Co.) auf DVD beisammen, so dass wir uns teure und hässliche Begegnungen mit Leuten wie Frau Gürbaca und Herr Kusej sparen können.

7. August 2016 | 08:37
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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