Konzilsblogteam

De oecumenismo: viel Segen für die Kirche

Am 9. April 1963, demselben Tag, an dem Kardinal Döpfner den Textentwurf für einen Abschnitt über die Protestanten an Augustin Kardinal Bea sendet, schickt dessen Sekretär Jan Willebrands einen vergleichbaren Entwurf an Kardinal Döpfner.
Kardinal Döpfner schreibt in seinem Begleitbrief zum Entwurf, er habe Prof. Heinrich Fries für diese Angelegenheit konsultiert, und dieser habe nachdrücklich die Meinung vertreten, «der Abschnitt für die Protestanten müsse, damit nichts versäumt und den Protestanten kein Anlass zur Klage gegeben werde, dem Kapitel für die Ostkirchen in Umfang und Anlage in etwa entsprechen» (Dö 407).
Am 16. April 1963 wird Döpfner Jan Willebrands antworten und dessen ebenfalls am 9. April 1963 versandten Entwurf begrüssen: «Nun sehe ich zu meiner grossen Freude, dass in Ihrer neuen Vorlage das Problem in einer sehr glücklichen und vorzüglichen Weise gelöst ist. Ostkirchen und Protestanten sind gleichmässig behandelt und die Aussagen über die letzteren entsprechen ganz den Vorstellungen, die ich von Anfang an hatte. Ich bin also mit dem vorliegenden Text durchaus einverstanden und würde mich freuen, wenn er bald gedruckt und den Vätern zugeleitet werden könnte. Ich hege die Hoffnung, dass das Schema De Oecumenismo eines der bedeutungsvollsten Dokumente des II. Vatikanischen Konzils werden und viel Segen für die Kirche bringen wird» (Dö 412).
(emf)

9. April 2013 | 00:03
von Konzilsblogteam
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