Was Diktaturen den Menschen antun
La historia oficial. Argentinischer Spielfilm von Luis Puenzo. DVD. Fr. 28-. trigon film, Limmatauweg 9, 5408 Ennetbaden. info@trigon-film.org
Der «schmutzige Krieg» hat in Argentinien zwischen 1976 und 1983 an die 30 000 Todesopfer gefordert. Darunter waren zahlreiche oppositionelle Frauen, die umgebracht wurden, wonach ihre Kinder sozusagen als Kriegsbeute regimetreuen Familien zur Adoption übergeben wurden.
Im argentinische Spielfilm «La historia oficial», der kurz nach dem Ende der Diktatur herausgebracht wurde und nun von trigon-Film in einer DVD-Fassung angeboten wird, wächst in einer Geschichtslehrerin der Verdacht, ihre fünfjährige Adoptivtochter könnte einen solchen Hintergrund haben. Sie zweifelt langsam an der «offiziellen Geschichtsschreiben», die – wie einer ihrer Schüler meint – «von Mördern geschrieben wurde». Sie nimmt Kontakt auf mit den Müttern der Plaza de Mayo, die dafür kämpfen, dass das Schicksal ihrer verschwundenen Grosskinder aufgeklärt wird. Ein Familiendrama beginnt.
Der Film zeigt, wie in Diktaturen die Menschenwürde systematisch verletzt wird. Er ist darum auch Jahrzehnte nach seinem Entstehen leider nach wie vor aktuell.
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