Synode: Wie ein «rechtgläubiger» Trottel das Kirchenrecht missversteht ....
Papst lobt «lebhafte, offene Diskussion» der Synode
Zur Stunde warte ich noch vergebens auf die Resultate der Bischofssynode. Dafür finde ich auf Radio Vatikan diese Notiz:
«Die erste Pflicht der Kirche besteht nicht darin, Verurteilungen auszusprechen, sondern darin, die Barmherzigkeit Gottes zu proklamieren, zur Umkehr aufzurufen und alle Menschen zum Heil des Herrn zu führen»: Das sagte Papst Franziskus in seiner Schlussansprache der Bischofssynode. (rv)
Da ich heute erst gegen Abend nachhause kam und morgen Sonntag zwei Mal die Eucharistie zelebriere, warte ich nicht lange. Nur noch diese Episode, die ich in der ZEIT finde und frage mich, wie «solche Leute» auf die kleinsten Fortschritte der Synode reagieren werden.
Jemand fragt in den USA einer katholischen Buchhandlung, die sehr viele Bücher über Ehe und Familie hat, nach dem Buch von Walter Kaspar zu diesem Thema:
– «Nein, solcher Bücher haben wir nicht.»
– Erstaunte Nachfrage des Kunden: «Warum?»
– Sehr strenge Antwort des Verkäufers, der Priester ist: «Sie sind nicht konform mit dem Kirchenrecht.»
– Kunde: «Sie sind konform mit dem Evangelium. Und mit dem Kirchenrecht.»
– Verkäufer: «Nein»
– Kunder: Der Papst ist anderer Meinung als Sie.»
– Verkäufer, nun wirklich genervt: «Auch der Papst muss sich an das Kirchenrecht halten.»
Da irrt der fromme Trottel: Nach geltender, traditioneller Auffassung kann der Papst das Kirchenrecht jederzeit abändern. Er ist ja der höchste Gesetzgeber …..
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


