Was steht eigentlich im Koran?
In einer Artikelreiche von kath.ch erklärte Reinhard Schulze, Islamwissenschaftler an der Universität Bern, den Koran. Es kann wohl nichts schaden, hier einen Abschnitt zu zitieren:
«Zunächst offenbart der Koran die Wahrheit, dass es nur einen Gott gibt, der wird mit den Begriffen der Herr, der Barmherzige und Allah bezeichnet wird. Erzählt wird weiter, dass die Welt ein Ende haben wird, dass die Menschen am jüngsten Tag von Gott, dem Schöpfer der Welt, gerichtet werden.
Der Koran fordert die Menschen ausserdem zu gottestreuem Handeln auf. Gottestreu zu handeln, heisst, den Kult zu praktizieren, also nur den einen Gott anzubeten. Dieser Kult umfasst die berühmten fünf Säulen: Muslime sollen das Glaubensbekenntnis aussprechen, fünfmal täglich in Richtung des Heiligtums Ka’ba in Mekka beten, Almosen geben, die Pilgerfahrt nach Mekka machen und im Monat Ramadan fasten. Das wird als gottestreues Leben bezeichnet. Hinzu kommt eine allgemeine Tugendlehre: Der Mensch gilt dann als gottestreu, wenn er masshält, wohltätig ist, kluge Besonnenheit zeigt und gerecht ist.
Schliesslich werden noch Anordnungen getroffen, wie dieser Kult des einen Gottes gestaltet werden soll und wie er zu schützen ist. Dann gibt es noch Hinweise darauf, welche Regeln in der Gemeinschaft der Muslime dann zu gelten haben, damit dieser Kult Bestand hat. Dazu zählen zum Beispiel Regeln über den Schutz der Nachkommenschaft oder des Eigentums. Grossen Raum nehmen auch Erzählungen über frühere Propheten und Gottesgesandte ein.»
PS. Das Gebet in der 1. Sure hat frappante Ähnlichkeiten mit unserem Vaterunser …
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