Walter Ludin

Fleischverband greift Fastenopfer und Brot für alle an

«Mit Ihrer Kampagne wird die Lebensmittelkette Fleisch und damit die Lebensgrundlage vieler Bauern und Metzger infrage gestellt, was wir nicht einfach so hinnehmen können», Dies schreibt der Präsident des Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) Rolf Büttiker, dem Fastenopfer und dem Hilfswerk Brot für alle.
Sicher, der Mann muss sich für die Interessen seines Verbandes wehren. Aber muss es so polemisch sein, wenn er weiter bemerkt: «Ich verstehe nicht, warum Fastenopfer und Brot für alle den Leuten vorschreiben wollen, was auf ihre Teller kommt.»
Der Herr hat überhaupt nicht begriffen, worum es geht: Um Fleischproduktion und –Konsum, die weder der Umwelt noch Menschen schadet. Ist er so blind dafür, dass der Anbau von Soja als Futtermittel (unsere Tiere leben zu 50 Prozent davon) in Brasilien usw. die Lebensgrundlagen von Hunderttausenden zerstört.
Matthias Dönenburg, Bereichsleiter Marketing beim katholischen Hilfswerk, die  emotionale Reaktion des Fleischverbandes nicht: «Der Verband könnte die Kampagne als Chance sehen, Nachhaltigkeit statt Quantität zu propagieren, um auch einen fairen Preis für das Fleisch zu erhalten.
Erfreulich, dass der Präsident des Bauernverbandes, Markus Ritter für die Kampagne der Werke Verständnis zeigt. Denn auch der Bauernverband störe sich am wachsenden Import von Futtermitteln aus Entwicklungsländern für die Fleischproduktion.
Ich möchte noch Worte hinzufügen, welche mein Mitbruder Anton Rotzetter u.a. im ite veröffentlicht hat:
«Wir sind moderne Kolonisatoren, die fremdes Land ausbeuten, oft Regenwald vernichten, immer wieder einheimische Bauern vertreiben und ins Elend stürzen.
Um das Kraftfutter aus dem eigenen Boden sichern zu können, müsste die Stückzahl der in der Schweiz gehaltenen Tiere um mindestens die Hälfte reduziert werden.
Wer denken kann, kann nur folgern: Wir müssen unsere Ernährungsweise umstellen.»

3. März 2015 | 01:34
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!