Ohne Waffen Frieden schaffen?
Das üble Spiel wird noch und noch weitergespielt: Um «Bösewichte» –zum Beispiel die Russen in Afghanistan – zu bekämpfen, werden irgendwelche Gruppen – zum Beispiel die Taliban – aufgerüstet. Irgendwann erheben sich diese gegen ihre ehemaligen Förderer – hier die USA. Dann wird wiederum versucht, mit möglichst viel Waffen den nun zum Gegner gewordenen ehemaligen Partner zu bekämpfen. Ohne Erfolg.
Niemand denkt rechtzeitig daran, Konflikte gewaltfrei zu lösen. «Rechtzeitig»; denn, um ein anderes Beispiel zu nennen, den Terrorgruppen der IS kann heute kaum mehr gewaltfrei begegnet werden.
Gewaltfreiheit muss von langer Hand vorbereitet werden. In einem Buch von Richard Friedli über Friedensförderung – aus dem Jahr 1981 – lese ich: Gandhis Biographie «illustriert, wie sich Gewaltlosigkeit nicht improvisieren lässt, sondern als innere ethische Haltung und als praxisbezogene Technik eingeübt werden muss.»
Trotz alle dem: Die Ausgaben für Friedensforschung – incl. Gewaltfreiheit – befinden sich im Vergleich zu den Ausgaben für Waffen im Promillebereich; auch in der Schweiz. Darum ist zu erwarten, dass weiterhin Kriege die Schlagzeilen beherrschen.
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