Walter Ludin

Szenen aus der Heimat Jesu

«Weihnachten trotz allem»: So lautet die Titelstory des neuesten «Magazins» des Zürcher Tages-Anzeigers. Voller Bewunderung schreibt der Autor Eugen Sorg über Jesus und seine Botschaft:
«Dass in einer der gewalttätigsten Zonen dieser Erde ein Mann wie Jesus auftauchen konnte, der Mitleid mit den Erniedrigten predigte und Liebe für die Feinde, ist bereits eine erstaunliche Geschichte. Dass seine Lehre aber Anklang fand und die Welt veränderte …., gehört zu den ganz grossen Geschichten der menschlichen Zivilisation.»
«Wo Jesus lebte, leben die Christen gefährlich.» So lautet der Untertitel des Beitrags.  Als Fazit steht:
«Den postchristlichen, säkularen Westen aber lässt deren Schicksal seltsam kalt. Sie fühlen keine Verbindung mehr mit ihren frommen Verwandten.»
Als ich vor vielen Jahren im Heiligen Land war, habe ich dies deutlich erlebt. In Tabgha – Ort der Brotvermehrung – diskutierte eine Gruppe deutscher Lehrer. Einer von ihnen meinte verächtlich mit Blick auf die dortigen Benediktiner: «Sie halten die christliche Fahne im Land hoch.»
Zurück zum Artikel im Magazin. Dort ist auch die Rede von einer Schar Eriträer, die als Flüchtlinge in Israel leben. Jenen Eidgenossen, die Mühe mit den unter uns lebenden eriträischen Asylsuchenden habe, gebe ich mit den Worten des Artikels zu bedenken:
«Die Geschichten aus der christlichen Überlieferung sind für sie real. Sie haben sie persönlich erlebt: Auszug aus der Heimat, Flucht durch die Wüste, Massaker, Dürren, Hunger, Rettung.

23. Dezember 2014 | 20:27
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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