Walter Ludin

«Kriminelle» Ausländer

Illegaler türkischer Einwanderer mit 287 Tonnen Schokolade in Schubhaft genommen
Bevor ich diesen Artikel wiedergebe, eine andere, leider wahre Geschichte, die ich vorgestern bei einem Kurzbesuch in München erfahren habe: In einem berühmten Kurort in den bayerischen Alpen fällt jemandem auf, dass nach Einbruch der Dunkelheit vor den Geschäften die vielen Auslagen hereingeholt werden. «Dies müssen wir tun, seit Asylanten hier sind. Sie haben eines Abends grosse Mengen Kleider gestohlen.» Doch: Bei einer Razzia in den Asylunterkünften haben die Polizisten keinen einzigen gestohlenen Lumpen gefunden.» Später hat sich herausgestellt, dass die Diebe Einheimische waren. Sie hatten damit gerechnet, dass der Verdacht auf die Asylsuchenden fallen würde.
Und nun die Geschichte vom kriminellen Türken.
Die werden ja immer dreister! Ein illegaler Einwanderer aus der Türkei wurde heute am Grenzübergang Nickelsdorf aufgegriffen. Dabei hatte er Brisantes im Gepäck: insgesamt 287 Tonnen Schokolade stellten die Behörden im Kofferraum seines Autos sicher.
Der Verdächtige, der ohne Papiere reiste, sich selbst jedoch als «Nikolaus von Myra» aus der Türkei bezeichnete, wurde ins Schubhaftzentrum Vordernberg gebracht.
Der Verdächtige verhielt sich während der Verhaftung äusserst unkooperativ und überheblich: «Erst fragte er uns, ob wir dieses Jahr alle brav waren und forderte uns auf, auf seinem Schoss zu sitzen», berichtet Oberwachtmeister Werner Schwarzer (48).
Doch das war noch nicht alles: in einem unbeobachteten Moment schlich er sich in den Pausenraum der Polizeistation und legte den Beamten Erdnüsse in die Stiefel. «Das war eine versuchte Körperverletzung. Das hätte beim Anziehen höllisch wehgetan», ist der Wachtmeister über die offene Feindseligkeit entsetzt. «In 25 Jahren als Polizist hab ich sowas noch nicht erlebt.»
Noch schockierender als die schiere Menge Schokolade dürfte jedoch das Motiv des Mannes sein: «Er behauptet, er wollte Nachts durch die Fenster klettern und die Schokolade allen Kindern in die Stiefel legen.» Nur dem Kommissar Zufall ist es zu verdanken, dass dieser perverse Stiefelfetischist rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden konnte.
Die Schokolade wurde unterdessen nach Wien gebracht, wo sich mehrere dutzend Beamte an die ordnungsgemässe Vernichtung der Schmuggelware gemacht haben. Der Verdächtige wartet währenddessen auf seine Abschiebung in die Türkei.
 

6. Dezember 2014 | 17:20
von Walter Ludin
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