10 Gebote und/oder Seligpreisungen
Ein guter Christ ist jener, der die 10 Gebote hält. Dies ist ein Prinzip der «Leutereligion» (wie mein Freund Paul. M. Zulehner sagen würde») Und weil man ja niemanden getötet , keinen Banküberfall durchgeführt und auch sonst nichts Kriminelles getan hat, ist man bald ein guter Christ.
Jesus hat zwar die 10 Gebote keineswegs aufgehoben. Aber er hat ein Ethos hinterlassen, das noch anspruchsvoller – und buchstäblich Verheissungsvoller ist: die Seligpreisungen. Auf sie nimmt Papst Franziskus in seiner «kleinen Sozial-Enzyklika» Bezug, die ich schon mehrmals zitiert habe:
Wir Christen haben etwas sehr Schönes, eine Handlungsanleitung, ein revolutionäres Programm, könnte man sagen. Ich rate Euch dringend, es zu lesen. Lest die Seligpreisungen im Kapitel 5 des Matthäusevangeliums und im Kapitel 6 des Lukasevangeliums, (vgl. Mt 5, 3 und Lk 6, 20) und lest den Abschnitt aus Kapitel 25 des Matthäusevangeliums. Das habe ich auch den jungen Leuten in Rio de Janeiro bereits gesagt, mit diesen beiden Texten habt ihr ein Aktionsprogramm.
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