Die Taktik des argentinischen Papstes. Und: Der Junge und der Touchscreen
Papst Franziskus werde nicht so rasch Dekrete unterschreiben, zum Beispiel betr. wiederverheirateten Geschiedenen. Denn, so meint der junge argentinische Bischof Victor Manuel Fernandez, einer seiner Berater: «Solche Entscheide sind leicht flüchtig, nicht krisenfest und häufig nicht von Dauer.»
Jeder Nachfolger könne sie rückgängig machen. Papst Franziskus ziehe es vor, Prozesse anzustossen und breit zu verankern, die von keinem Nachfolge-Papst mehr rückgängig zu machen sind.
(So schreibt mein lieber Kollege Thomas Seiterich im Publik-Forum).
Auch das noch:
Wenn wir einem dementen Mitbruder etwas sagten, meinte er oft: «Auch das noch.» Diesen Begriff verwende ich für eine kleine neue Rubrik in diesem Blog. Hin und wieder füge ich eine selbst erlebte Anekdote an – zur Auflockerung dieser so oft sehr ernsten Seiten. Heute fange ich an mit:
Der anderthalbjährige und der Touchscreen:
Ich fotografiere einen anderthalbjährigen und zeige ihm mein Bild auf dem Display (»zur Qualitätskontrolle», scherzt seine Mutter). Der Junge berührt den Bildschirm mit seinen Fingern. Er will zeigen, dass er sich erkennt, denke ich. Erst später fällt mir ein, dass er meint, er hätte einen Touchscreen vor sich.
So sind sie, die «Natives». Einer meiner Gleichaltrigen hätte wohl gefragt: «Wo ist der Knopf, um weitere Bilder zu sehen?»
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