Homosexuelle in einer glaubwürdigen Kirche
Dank dem Rundbrief der Pfarrei-Initiative stiess ich auf den folgenden Beitrag von Pfarrer Georg Schmucki über Homosexuelle in der Kirche. Sehr lesenswert! (Hier gekürzt)
Die Liebe Gottes ist allen Menschen geschenkt und die Liebesfähigkeit ist eine Gabe unabhängig vom Geschlecht.
Mich selber haben Begegnungen mit Homosexuellen und verändert. Ich kam ins Gespräch und lernte die Geschichte dieser Menschen kennen. Ich liess mich berühren von ihren Verletzungen. Ich bekam eine Ahnung, was es heisst, immer wieder verleugnen zu müssen, was zu einem zu tiefst gehört; immer wieder zu spüren Du bist «abnormal»…
Ich erlebte es, wie Menschen gesund wurden körperlich und seelisch, wenn sie vor sich selber und vor andern endlich zu ihrer eigenen sexuellen Prägung stehen konnten – ja wie befreiend es ist, wenn man sich outet… und nicht verurteilt wird.
In einer glaubwürdigen Kirche wird es keinen Unterschied mehr geben zwischen den verschiedenen geschlechtlich geprägten Menschen. Priester dürfen zu ihrem schwul sein stehen – Seelsorgerinnen lesbisch. Niemand braucht dann mehr bewusst oder unbewusst in den Zölibat «unterzutauchen», weil «da ja Sexualität nicht gefragt» ist…
Die Gestaltung der Sexualität all jener, welche die gleichgeschlechtliche Sexualität leben, orientiert sich dann an den gleichen ethischen Werten wie die zwischen heterosexuellen Menschen. Die gleichen Wertvorstellungen gelten für die Gestaltung von Nähe und Distanz. Wieviel Leid gäbe es weniger in Ehen, in welchen ein Partner nach Jahren zur eigenen Gleichgeschlechtlichkeit steht… Und einer Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren würde nichts mehr im Wege stehen!
Gerade in einer Gesellschaft, welche sich immer noch schwer tut mit Homosexualität (vgl. Fussball) hat eine Kirche in der Nachfolge Jesu eine befreiende Botschaft zu verkünden und selber zu leben. So nimmt sie eine beglückende Aufgabe wahr: zuerst in ihren eigenen Reihen und hat so eine glaubwürdige Ausstrahlung in die Welt.
Georg Schmucki
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