Korrespondenz Kardinal Döpfners
Zu Beginn des Jahres 1963 entfaltet Julius Kardinal Döpfner eine rege Korrespondenz. Am 2. Januar 1963 lädt er zum einen die deutschsprachigen Konzilsteilnehmer auf den 5./6. Februar 1963 zu einer Konferenz in München ein. (Wie menschlich: Zwei Tage später wird ihm siedenheiss einfallen, dass er dabei etwas vergessen hat – siehe am 4.1.!). Thema ist die Erarbeitung einer «gemeinsamen Stellungnahme der deutschen und österreichischen Konzilsväter zu der Frage der weiteren Behandlung des Schemas ‹De Ecclesia› auf dem Konzil» (Dö 317; siehe dazu schon den Brief Rahners am 17. Dezember). Zu dieser Konferenz lädt er auch Augustin Kardinal Bea sowie Beobachter des belgischen und französischen Episkopates ein.Am selben Tag schreibt Döpfner an den Kirchenhistoriker Hubert Jedin. Es ist Döpfners beständige Sorge, dass das Konzil sich verzettelt und unzumutbar lange dauern könnte. In diesem Sinne äussert er sich in einem Brief vom 21. Dezember 1962 an den Papst selbst und lässt er ein auf den 31. Dezember 1962 datiertes Memorandum zur Frage der Änderung und Neuaufnahme sowie die Abstimmung von Schemata entwerfen. In derselben Sache bittet er nun auch Jedin, «zu allen noch nicht behobenen Mängeln des ‹Ordo Concilii› [der Geschäftsordnung des Konzils] und allen Verfahrensfragen überhaupt ein Gutachten zu erstellen» (Dö 321). Für das neue Jahr wünscht Döpfner in einem Brief an P. Bernhard Häring, «dass es uns einen segensreichen Fortschritt und Abschluss des Konzils bringe» (Dö 323). Dieser Wunsch wird sich nur hinsichtlich der ersten Hälfte erfüllen …(emf)
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