Wo ist unser Jesuskind?
Wurde das Jesuskind entführt?
(Der folgende Text wurde von der KIPA als «Seitenschiff» publiziert. Unser Jesuskind ist tatsächlich verschwunden ….)
Am Tag vor Silvester gab es frühmorgens im Kapuzinerkloster Wesemlin, Luzern, eine Aufregung. Vom Jesuskind in der Krippe fehlte jede Spur. Noch gestern lag es in den zärtlichen Armen seiner Mutter. Wurde es entführt? Doch keine Kidnapper forderten Lösegeld.
Man muss nicht immer das Schlimmste annehmen. Vielleicht hörte der kleine Jesus auf Papst Franziskus und machte sich auf zu den Menschen, die in keine Kirche kommen.
So was gab es schon einmal, nämlich in einem Gedicht von Jean Anouilh (1910 – 1987). Am Ende von jeder der drei Strophen gibt Jesus seine Positionsmeldung durch:
«Ich bin im Herzen der Armen, die ganz vergessen sind.»
«Ich bin im Herzen der Kranken, die arm und einsam sind.»
«Ich bin im Herzen der Heiden, die ohne Hoffnung sind.»
So bleibt den Brüdern auf dem Wesemlin die Hoffnung, dass ihr Jesuskind in guter Gesellschaft ist.
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PS. für den Blog: Die Krippenfiguren (im bekannten «Egli-Stil) wurden vor Jahren von der Mutter unseres Mitbruders Niklaus Kuster geschaffen. Eine Besonderheit: Josef legt zärtlich einen Arme um die Schultern Marias.
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