Walter Ludin

Abschied von Fritz P. Schaller

Mit Bestürzung las ich die Nachricht, unser lieber Fritz P. Schaller sei gestorben. Ein schwerer Verlust für unseren Blog! Wir alle haben es erfahren: Er war einer der eifrigsten Kommentatoren. Noch vor einigen Tagen schrieb er seinen letzten Kommentar. In der Todesanzeige heisst es, er sei «nach langem Leiden, aber kreativ bis zuletzt» an Leukämie gestorben ist.
Ich habe zwar vor längerer Zeit von seiner Erkrankung gehört, die Tatsache aber verdrängt und vergessen. Denn seine Kommentare tönten so lebendig und frisch. Ohne jemanden zu beleidigen darf ich sagen, dass seine Texte die intelligentesten waren. So intelligent, dass ich oft – nachdem ich mich doch mit dem Thema befasst hatte – etwas Mühe hatte, seinen Gedankengängen zu folgen. Bei näherem Zusehen merkte ich, wie tiefgründig und quer zu vielen scheinbaren Selbstverständlichkeiten er argumentierte. Seine Stimme wird mir fehlen – und sicher nicht nur mir …
Das letzte Wort sei hier der Abschnitt aus seinem «Glaubensbekenntnis», das über der Todesanzeige steht:
Nichtsein und Nichtleben
erfüllen sich
in eines jeden Existenz.
Wir sind geliebt,
sonst wären wir nicht.
 

21. Oktober 2013 | 01:36
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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