Walter Ludin

Buch zur Ermutigung

Von «oben» ist zu hören, «unsere Kirche leide an zu wenig Glauben, nicht an Reformstau. Statt mehr Mitsprache und Demokratie in der Kirche brauche es mehr Heilige.» So schreibt Andreas Diederen Buch von Manfred Belok, Helga Kohler-Spiegel Hg.): Kirche heute leben. Eine Ermutigung.
Bevor ich daraus weiter zitiere, meine Kurzbesprechung des Buches:
Manfred Belok, Helga Kohler-Spiegel Hg.): Kirche heute leben. Eine Ermutigung. Edition NZN bei TVZ, Forum Pastoral 7. 2013. ISBN: 978-3-290-20090-9. 144 S., ca. Fr. 22.00
Das Buch will «Enttäuschten und Frustrierten neuen Mut machen, sich trotzdem (in der Kirche) zu engagieren». So heisst es im Vorwort des sehr verständlich geschriebenen kleinen Werks, das sich dank den eingestreuten Fragen als Diskussionsgrundlage für kirchliche Gruppen eignet. Bekannte Autorinnen und Autoren skizzieren die wichtigsten Aspekte des kirchlichen Lebens. Dazu gehören auch die Spannungen zwischen Ortskirche und Weltkirche oder die Konflikte im «dualen System» (hierarchische Kirche, «Landeskirchen»). Vor allem aber: Es geht um die Einsicht, dass die Kirche dazu dient, «den Glauben wach zu halten».
Zitat: Reformen oder Heilige?
Nach den bereits oben zitierten Sätzen schreibt Andreas D.: «Ich gestehe freimütig: Solche Mahnungen ärgern mich, und zwar nicht, weil ich sie grundsätzlich falsch finde, sondern weil in ihnen etwas zutiefst Richtiges für Falsches missbraucht wird. So verkommt das Kostbarste, der Glaube selbst, zur Ideologie, zur Verschleierung der wahren Probleme. Denn solche Mahnungen verkennen, wie sehr die wichtigsten und meistgenannten Reformanliegen mit der Mitte des Glaubens verbunden sind.»
Andreas Diederen in: Manfred Belok, Helga Kohler-Spiegel Hg.): Kirche heute leben. Eine Ermutigung

15. Oktober 2013 | 01:26
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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