Walter Ludin

Wir sind Kirche: Eckpunkte der Kurienreform

Bekanntlich versammelt sich heute in Rom die acht Kardinäle umfassende Beratergruppe in Rom. «Wir sind Kirche» (Österreich) hat an sie Wünsche formuliert. Ein Auszug:
«Die Einhaltung der Menschenrechte, Gewaltenteilung, Subsidiarität mit der Beteiligung der Betroffenen sind entscheidende Prinzipien für die Kurienreform. Ebenso soll der Jurisdiktionsprimat des Bischofs von Rom überdacht und im Sinne einer kollegialen Leitung der Weltkirche verbreitert werden.
«Wir sind Kirche» schlägt weiters einen transparenten und nachvollziehbaren Vorgang unter Beteiligung der Gläubigen und der aktiven Teilnahme der Bischofkonferenzen vor. Die Kurienreform darf nicht nur hinter verschlossenen Türen abgehandelt werden!
Die Kurie darf nicht länger vorgesetzte Behörde nachgeordneter Bischöfe sein. Die kollegiale Rolle der Bischöfe muss gestärkt und die Kurie zu einer Dienstleistungseinheit umgebaut werden, die allen in der Kirche zur Verfügung steht. In der Kurie sind Aufgaben ausschliesslich nachweisbar geeigneten Personen zu übertragen. Priester- oder Bischofsweihen haben dafür keine Relevanz.
Die weltweite Vielfalt der Kulturen erfordert eine Pluralität in der Kirche, die bei Einmütigkeit im Inhalt unterschiedliche praktische Ausprägungen zulässt. Diese Einmütigkeit zu moderieren ist die Aufgabe der Bischöfe. Bei Bischofsernennungen sind die Gläubigen der Diözese einzubinden. Sie erstellen einen Dreiervorschlag, aus dem der Bischof von Rom wählen kann.»

1. Oktober 2013 | 01:52
von Walter Ludin
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