Walter Ludin

Bibel und Messe sind subversiv und lassen Diktatoren zittern

«Messe und Hl. Schrift sind beide subversiv, revolutionär. Die Diktatoren begreifen dies vielleicht besser als wir.» Diese These stellt Heinz-Manfred Schulz auf in seinem bereits vor 30 Jahren erschienen, immer noch höchst aktuellen Buch «Eine Gemeinde spricht über ihren Glauben».
Weiter: «Das Regime in Guatemala (unter Rios Montt, der kürzlich verurteilt wurde. Wlu) ermordet Menschen, bei denen die Bibel gefunden wird. Es sei ein subversives Buch, sagen sie. Sie verstehen die Bibel besser als wir, die wir sie als Andachtsbuch, schweinsledergebunden in unseren Bücherschrank stellen.

Das Regime des alten Rom liess Christen hinrichten, die es bei der Messfeier aufspürte. Es erfasste den subversiven Charakter der Messe, bei der Menschen einem andern Herrn gehorchen lernten und so in den Widerstand gegen die Herren des Staates getrieben wurden. Es verstand das besser als wir, die wir in der Messe oft nur unsere Erbauung suchen.»

Betr. Diktatoren: Beim Besuch des Papste in Chile strich Herr Pinochet aus den Gottesdienstvorlagen beim Magnificat den Vers: «Die Mächtigen stürzt er vom Thron.» Auch er nahm die Bibel ernster als wir …

20. September 2013 | 01:28
von Walter Ludin
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