Verbürgerlichte Kirche (I)
«Jesus, der eine Revolution war, machen wir zum lieben Heiland, zur Zierde unserer Wohnzimmerecken " . oder von Frauenhälsen und bischöflichen Bäuchen, könnte man diesem Wort von Heinz-Manfred Schulze anfügen.
Der ehemalige Pfarrer der Reformpfarrei Eschborn bei Frankfurt und späteren Leiter der «Teestube» hinter dem Frankfurter Hauptbahnhof schrieb zum Thema «verbürgerlichte» Kirche (1983!) weiter:
«Wie viele Aussagen von Kanzeln und in christlichen Gemeinden haben im bürgerlichen Milieu ihre Wurzeln, statt im Evangelium! Wie viele Wertungsmasstäbe kommen nicht von Jesus, sondern aus der Prägung durch die bürgerliche Gesellschaft. Gott, der uns auf den Weg ruft, machten wir zum Garanten unserer bürgerlichen Ordnung.»
Zwischenberkung: «Gott, der uns auf den Weg ruft»: einige Jahre später hat Papst Franziskus Ähnliches gesagt …
Weiter im Text von Heinz-Manfred: «Der Glaube, von dem sich zur Zeit Jesu Staats- und Priesterhierarchie bedroht fühlten, wurde zur staatstragenden Kraft der bürgerlichen Gesellschaft.
Die Unruhe und Beunruhigung Jesu verändern wir zu ‹Ruhe ist die erste Bürger- und Christenpflicht.›
Aus der Seligpreisung der Armen machten wir die Heiligsprechung des Besitzes.» (Tönt ebenfalls wie Papst Franziskus …)
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