Endlos diskutieren statt handeln
«Wann endlich wird gehandelt? In der Wirtschaft hätten wir längst die Diskussion beendet.» Mein Freund Josef, ein besonnener Mensch, wird ganz ungehalten, wenn er an die ständigen kirchlichen Dialoge ohne Ergebnis denkt.
Auch er würdigt den Unterschied zwischen «Chur» und Solothurn im Umgang mit der Pfarrei-Initiative. Doch er möchte endlich Ergebnisse sehen in Bereichen, über die schon seit dem Konzil diskutiert wird. Aus einem Mail an mich:
«in der NLZ lese ich den artikel mit dem titel: Bischof Gmür will Dialog fortsetzen. gemäss diesem bericht hat Bischof Gmür ‘mit über 230 reformern diskutiert’
dann steht weiter (ich zitiere): » …..sind nochmals Gespräche notwendig………….sollen diese Gespräche weitergeführt werden …..neu diskutieren…. weiter ausdiskutiert werden.»
wann wird endlich einmal gehandelt ? was soll das ewige diskutieren ? irgendwann sollten doch erste ergebnisse der zahllosen gespräche in die tat umgesetzt werden. wo nehmt ihr reformer die geduld her, endlos zu diskutieren ?
ich komme aus der wirtschaft, wo auch grosse probleme zu lösen waren und sind. wir haben auch diskutiert, auch kontrovers und intensiv. dann wurde aber die diskussion beendet, entschieden und gehandelt. warum geht das in der kirche nicht?»
Ja, lieber Josef, dies ist eine gute Frage. Es ist tatsächlich mühsam und bemühend. Wie heisst es doch so schrecklich treffend: Es muss endlich etwas geschehen, bevor etwas passiert.
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