Blasephemie bestrafen?
Kruzifixe aufhängen?
Wir wissen es hinlänglich, ziehen aber nicht die Konsequenzen daraus:
«… dass in der Weltgerichtsrede in Mt 25 (wenn Christus in den kranken Menschen gegenwärtig ist und besucht wird …) Gott in Christus die Vergehen den Menschen gegenüber als Vergehen gegen sich selbst ahndet, dass Gott also nicht darauf besteht, die Vergehen gegen sich als Gott (Unglaube, Blasphemie usw.) ins Gericht aufzunehmen. Hier gilt eher Hosea 11, dass sich Gott selbst ins Gericht nimmt und nehmen lässt, dass Gott nicht anders kann als dem Volk den Unglauben gegenüber sich selbst zu verzeihen.»
Ottmar Fuchs in der Festschrift für Leo Karrer «Glaubwürdigkeit der Kirche …» Meine Rezension folgt nach Ostern
Fragen:
– Muss denn jeder Anhauch von Blasphemie unter Strafe gestellt werden, wie es «Glaubenstreue» oft fordern?
– Will Jesus, dass wir uns so aggressiv für das Aufhängen von Kruzifixen einsetzen. Und – im Hinblick auf den Karfreitag – dass wir mit Innbrunst das Kreuz verehren? Würde er nicht eher mit einem alten MISEREOR-Slogan fordern: «Nehmt den Menschen vom Kreuz»?
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