Walter Ludin

Provokationen ...

… eines ZentralkomiteesVom Zentralkomitee der deutschen Katholiken/ZdK gibt’s in den letzten Jahren immer wieder provozierende und vor allem konstruktive Stellungnahmen. Übrigens: Schon vor über 20 Jahren habe ich in einem Artikel gefragt, warum es in der Schweiz kein solches Gremium gibt. Eine Antwort bekam ich nicht.Zurück zu Deutschland: Den aktuellen Präsidenten, den CSU-Mann Alois Glück, habe ich von mehreren Katholikentagen als «kreuzbraven» Bayern in Erinnerung. Umso erstaunter bin ich, wenn ich seine Statements als ZdK-Vorsitzenden lese. Z.B:
Alois Glück ruft Kirchen zu Selbstkritik auf Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, ruft die Kirchen zu einer kritischen Selbstreflexion auf. «Man setzt sich nicht selbstkritisch genug mit der eigenen Sprache, dem eigenen Erscheinungsbild und auch unwahrhaftigen Entwicklungen auseinander, sondern schiebt die Probleme auf den Menschen von heute, der zu oberflächlich wäre und nicht mehr glauben wolle», sagte Glück dem Straubinger Tagblatt. Traditionelle religiöse Formen seien für viele Menschen nicht mehr zugänglich. In den Kirchen herrsche jedoch oft zu wenig Bereitschaft, sich mit den notwendigen Veränderungen auseinanderzusetzen. Glück räumte ein, dass es keine «Patentantwort» gebe und dass auch eine «vordergründige Modernisierung» nicht helfe. Entscheidend sei jedoch, ob der Weg zu den Menschen von heute gesucht werde. Die grundsätzlichen Fragen, etwa nach der Qualität des Zusammenlebens, blieben trotz des epochalen Veränderungsprozesses, in dem sich die Kirche heute befände, gleich. Auch bei Fragen des Friedens, der Gerechtigkeit und des Lebensschutzes benötige die Gesellschaft «dringend das Wächteramt der Kirchen».

21. Januar 2013 | 01:29
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!