Walter Ludin

Christkönigsfest

Der FriedensfürstDerBegriff «König» ist heute recht problematisch. Wir kennen fast nur Vorstellungen, die wir keineswegs auf Jesus anwenden können:»«¢ Da ist einmal der mächtige Herrscher vergangener Tage, der Herr über Krieg und Frieden; wobei ihm der Krieg näher stand als der Friede. Viele Könige, die war kennen, waren Kriegsfürsten bis hin zum König/Kaiser Wilhelm von Deutschland oder dem russischen Zaren, die schuld sind am fürchterlichen Weltkrieg I:»«¢ Oder da sind die Könige unserer Tage, die politisch keine Bedeutung mehr haben – ausser dass sie mit Skandalen die Spalten der Klatschblätter füllen: durch Liebesaffären oder durch Grosswildjagden – oder durch beides wie Juan Carlos von Spanien.Nochmals: Unser König ist völlig anders als gewöhnliche Könige. Er handelt anders als die Könige, die einst am Regieren waren»«¢ Könige waren machthungrig: Jesus kam, um zu dienen/Füsse waschen,was eine Sklavenarbeit war.»«¢ Er ist nicht kriegerisch, sondern der Friedensfürst
Ich möchte aus aktuellem Anlass zum Schluss noch kurz bei diesem Stichwort verweilen: Jesus der FriedensfürstIn den vergangenen Tagen mussten wir ohnmächtig zusehen, wie gerade in der Heimat Jesu eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt Hunderte von Menschen getötet oder verletzt hat.Gerade in solchen Situation hätte Jesus den Menschen viel zu sagen. Denn in der Bergpredigt hat er sich in Fragen von Krieg und Frieden eingemischt/hat hineingeredet.Nämlich: «Selig, die keine Gewalt anwenden. Denn sie werden das Land besitzen.» Die Weisheit dieser Worte ist mir neu aufgegangen, als ich im Heiligen Land war. Dort ist es offensichtlich: Jene, die Gewalt anwenden, ernten noch mehr Gegengewalt/auf beiden Seiten. Erst wenn beide Seiten auf Gewalt verzichten, werden sie Land und Frieden erhalten.Elisabethenheim, Luzern 9.45

25. November 2012 | 01:10
von Walter Ludin
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