Walter Ludin

Gaza ...

… ohne PerspektiveUnser Freund R. X. hat mich vor einigen Tagen in einem Mail gefragt, was ich zum neuesten Konflikt halte. Nun, es wäre sehr viel zu sagen. Nur ganz kurz:-Begonnen hat es mit einer – man nennt es wohl so –»aussergerichtlichen Hinrichtung» durch die Israelis, und erst noch ausserhalb des Staatsgebietes. Sowohl moralisch und völkerrechtlich völlig inakzeptabel …-Dass Hamas trotz offensichtlicher Unterlegenheit sich auf ein militärisches Kräftemessen eingelassen hat, ist nicht unbedingt klug. Im Übrigen weiss man ja, was eine Spirale der Gewalt ist.-Immerhin: Wie Palästina sich durch die Flugzeugentführungen u.a. sich ins Bewusstsein der Welt «gebombt» hat, hat die Aggression, die von Gaza ausging, die Welt auf die desolate Lage des «Streifens» aufmerksam gemacht. Dazu in der gestrigen Neuen Luzerner Zeitung:
«Kein Volk der Erde würde sich damit abfinden, dass die Hälfte seiner Landsleute auf ewig in einem 60 Kilometer langen Küstenstreifen eingesperrt bleibt … ohne Chance auf ein würdiges Leben mit ordentlicher Arbeit und höhere Bildung, ohne jedes Recht auf problemlose Besuche bei Verwandten in der nahen Westbank oder Reisen in die ferne Welt ….. Zu keinem Zeitpunkt hat Israel seit dem Gaza-Krieg von 2008 mich sich über sein Grenzregime reden lassen.» (M. Gehlen)
PS: Vielen Dank der Schweizer Regierung, die versprochen hat, bei der UNO sich für den neuen Status von Palästina einzusetzen.

24. November 2012 | 01:42
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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