Walter Ludin

Hans Küng

Zieht er sich zurück?An der «konziliaren Versammlung» in Frankfurt hat Hans Küng angekündigt, er werde sich aus dem öffentlichen Dialog zurückziehen. Der Grund ist sicher seine angeschlagene Gesundheit (an der Verleihung des Herbert-Haag-Preises mussten wir erschüttert davon Kenntnis nehmen …). Aus einem Bericht über seine Frankfurter Rede:
Er verschwindet fast hinter dem gewaltigen Marmor-Rednerpult. Seine Stimme aber füllt das weite Rund. «Bewahren Sie trotz berechtigten Zorns und Resignation die Hoffnung auf eine Kirche, die wieder mehr aus dem Evangelium lebt. Ich werde meine Träume nie aufgeben, aber sie müssen nun von einer neuen Generation gelebt werden.» Hans Küng – der wohl bekannteste katholische Theologe der vergangenen Jahrzehnte – hat sich die voll besetzte Frankfurter Paulskirche für sein kirchenpolitisches Vermächtnis ausgesucht. Dort hatte am Donnerstagabend die von 30 Reformgruppen einberufene erste deutsche «Konziliare Versammlung» begonnen. Zu seinem 85. Geburtstag, so kündigt Küng den 1.000 Zuhörern an, werde er von der «großen Bühne abtreten und Platz machen für die nächste Generation». die Kirche mit Reformen von unten zu retten», ruft der 84-Jährige.. «Kämpfen Sie zäh und tapfer! Jetzt ist die Stunde der Gemeinden, die Kirche mit Reformen von unten zu retten», ruft der 84-Jährige, dann tritt er vom Rednerpult zurück.———————Lieber Hans, wir werden deine Stimme vermissen? Ob eine «neue Generation» an deine Stelle tritt? Sicher ist, dass die Gemeinden allmählich erwachen und sich vorwärts bewegen – mit oder ohne Bischöfe …

29. Oktober 2012 | 01:21
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!