Walter Ludin

Heute enden meine Ferien

Keine ZeitWenn alles klappt, fliege ich heute nach meinem dreiwöchigen Aufenthalt auf Kreta als Tourist und Touristenseelsorger nach Hause – wo mich wieder etliche Termine erwarten. Als ich kurz vor meiner Abreise in die Ferien die Einträge in meinen Blog vorproduzierte, bekam ich den Newsletter der Römisch-katholischen Zentralkonferenz/RKZ. Die folgenden Überlegungen passen zu meinem heutigen Ferienende:
Kaum sind die Sommerferien vorbei, beginnt die Sitzungsplanung für das kommende Jahr – wie vieles heute unterstützt durch das Internet, das Terminumfragen erleichtern soll. Trotzdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Terminsuche nicht einfacher, sondern immer schwieriger wird. Für ein zwölfköpfiges gesamtschweizerisches Gremium im November 2013 ein gemeinsames Sitzungsdatum zu finden, erwies sich als Unmöglichkeit – obwohl es bis dahin noch mehr als ein Jahr dauert und trotz digitaler Planungshilfe. Entsprechend gibt es eine grosse Zahl von Büchern, Apps, Kursen und Tipps aller Art zum Zeit-Management. Sie empfehlen systematisches und schriftliches Planen, machen auf «Zeitfresser» aufmerksam, helfen bei der Selbstorganisation und erinnern an die Notwendigkeit, für einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Frei-zeit, Sitzung und Bewegung, Meetings und Zeit für jene Aufgaben zu sorgen, die ungestörtes Arbeiten erfor-dern. Ebenso unüberschaubar sind die Bücher und Hilfen, die uns ermutigen und befähigen, im «hier und jetzt» zu leben: Achtsam für die Einmaligkeit und Kostbarkeit jeder Sekunde, weder dem Vergangenen verhaftet noch immer schon ans Nächste und Übernächste denkend. Beide Ansätze zum Umgang mit Beschleunigung und leuchten ein: Mehr strategisch planen – mehr in der Gegenwart leben. Aber wie gelingt die Balance?

17. Oktober 2012 | 01:05
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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