Gemeinden ohne Priester
… Selbsthilfe?In der Zeitschrift des österreichischen Kirchenvolksbegehrens/wir-sind-kirche.at findet sich ein bemerkenswerter Leserbrief. Wir dokumentieren ihn in drei Folgen:
In der letzten Nummer 72 der Zeitschrift «Wir sind Kirche» wird als zentrales Thema, «die sonntägliche Feier Getaufter in Erinnerung an Jesu Tod ohne Leitung durch gültig ordinierte Priester» behandelt. Es wird zugleich ausgegrenzt, weil die «ursprünglich vollständige Wirklichkeit» fehle.Nun ist die institutionalisierte Verbindung zu Gott in allen Religionen das Privileg der Priester. Tatsache ist aber, dass es immer weniger ordinierte, zölibatäre Priester geben wird (extrem z.B. in Südamerika). Dies zu verbessern ist das Ziel von Pfarrer-Initiative (PI) und Laieninitiative (LI). Ihre Mittel waren bisher PR, sowie Vorwürfe und Anträge an die Hierarchie. Die Bischöfe blockten dies ab und auch die jahrelangen ähnlichen Bemühungen von Synoden, alle Vorschläge von der Basis gingen immer ins Leere.Meine Überlegung sollte aber nicht zu einer Abtrennung führen, also der erste Schritt zur Sekte werden (worin ich auch für die PI eine gewisse Gefahr sehe, denn historisch sind alle Kirchenspaltungen von Priestern ausgegangen); d.h. alle Aktionen müssen kirchenrechtlich formal erlaubt sein. Es soll ja, um das Interview mit Bischof Stecher zu zitieren, «nur die Verteilung des lebenspendenden Wassers» verbessert werden. Aber gleichwie das Reizwort «Ungehorsam», welches das reale Hauptgebot der r.-k. Kirche angegriffen hat, die Leitung der Kirche empfindlich traf, (das zentrale Hauptgebot Jesu war die Liebe, er bekämpfte den Gesetzesgehorsam), würde die Organisation und einfach das Tun von bislang dem Kleriker übertragenen Tätigkeiten stärker wirken, als die immer wieder vergeblich vorgetragenen Bitten um Reformen. Dkfm. Mag. theol. Burkhard Klebel, 3420 Kritzendorf, Bahngasse 11Tel./Fax 02243-24774, burkhardklebel@gmx.at
Fortsetzung folgt (dort wird’s 10 Postulaten konkreter)
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