Freiheit (aber nicht in der Kirche)
Irische Geistliche demonstrieren gegen vatikanische ZensurWie hier bereits mehrmals erwähnt, liegt dem «Heiligen Vater» die Freiheit sehr am Herzen; solange sie den «weltlichen» Bereich betrifft. Wie es in der Kirche (zum Glück -noch??- nicht in der Schweiz) zu und hergehen kann, berichtet heute die KIPA
Dublin, 30.4.12 (Kipa) Rund 200 katholische Ordensfrauen, Priester und Laien in Irland haben am Sonntag vor der Residenz des Vatikanbotschafters gegen Massregelungen publizierender Geistlicher demonstriert. Anlass der Kundgebung in Dublin waren Schritte der römischen Glaubenskongregation gegen inzwischen fünf Priester, die sich für eine Aufhebung der Zölibatspflicht und für die Zulassung von Frauen zu Weiheämtern ausgesprochen hatten, wie die Zeitung «Irish Independent» (Montag) berichtete. Der Protest sei von der Initiative «We are Church» (Wir sind Kirche) organisiert worden.Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass der Passionisten-Priester und Journalist Brian D´Arcy schon seit 14 Monaten seine Beiträge für Zeitungskolumnen sowie Radio- und Fernsehsendungen vorab der Glaubenskongregation vorlegen muss. D´Arcy hatte sich 2010 in seiner Kolumne in der Wochenzeitung «Sunday World» kritisch mit dem Zölibat auseinandergesetzt.Bei den anderen Geistlichen handelt es sich laut «Irish Independent» um die Redemptoristen Tony Flannery und Gerard Moloney, den Maristen-Priester Sean Fagan und den Kapuziner Owen O´Sullivan. Brendan Butler, Mitbegründer der Initiative «We are Church», sagte der Zeitung, es seien noch mindestens vier weitere irische Geistliche betroffen; diese hätten sich aber noch nicht zu erkennen gegeben.Priester sollen nicht «mundtot» gemacht werdenDer Protest richte sich dagegen, dass Priester «mundtot» gemacht würden, so Butler. «Wir wollen auf den Unterschied zwischen der von Jesus gegründeten Kirche, die offen und tolerant war, und der momentanen Struktur der Kirche hinweisen», sagte der «We are Church»-Sprecher. Der päpstliche Nuntius in Irland, Erzbischof Charles Brown, war bis zu seiner Ernennung im vergangenen November selbst Mitarbeiter der Glaubenskongregation.
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