Kritik ...
… aus Liebe zur KircheGestern wurde der Herbert-Haag-Preis in Luzern verliehen; nicht nur an die österreichsche Pfarrer-Initiative – wie meine geschätzten Kollegen im gestrigen Kipa-Dienst dies hervorheben. Sondern auch an drei kirchliche MitarbeiterInnen aus der Schweiz: Monika Hungerbühler, Charlie Wenk und Monika Schmid, Effretikon (die im Kipa-Bericht nur am Rande erwähnt werden. Monika Schmid ist eine alte Bekannte von mir (wir kennen uns seit Ende der 70-er Jahre, als sie hier in Luzern am damaligen Katechetischen Institut Luzern studiert und neben dem Kloster wohnte). Aus Monikas Dankesrede:»Bis ins Jahr 2005 wurde ich vom Bischof mit der fehlenden Missio hingehalten. Ich tat meine Arbeit ad interim. Es schmerzte, in einer Leitungsfunktion zu stehen, die Arbeit zu tun und doch vom Bischof, damals Amedée Grab, den ich für seine Verdienste im Bistum schätze, nicht akzeptiert zu sein. Nach einem erneuten Vorstoss von Seiten unserer Kirchgemeinde beim Bischof wurde ich vorgeladen und bekam zu hören: «Ihre Loyalität zur Kirche fehlt, darum bekommen Sie keine Missio!» Ich sagte dem Bischof frei heraus: «Glauben Sie, ich würde all diese Jahre mit Leidenschaft meine Arbeit als Gemeindeleiterin tun, im Aufbau am Reich Gottes, Tag für Tag, wenn ich nicht loyal wäre zur Kirche und diese meine Kirche nicht lieben würde? Lassen Sie sich doch nicht weiter von Heuchlern und Schleimern beraten, sondern von Menschen, welche sich sorgen, um die Glaubwürdigkeit unserer Kirche.» Er wurde für einen Augenblick sehr still, dann bat er um Entschuldigung und ich bekam die Missio!»
Nur zwei kurze Bemerkungen:-So war Amédée (ich habe mit ihm anlässlich der Pastoralforen von 1979 und 1981 eng zusammengearbeitet; er als Präsident, ich als Info-Chef.): Im Herzen konservativ, aber immer sehr herzlich, nie nachtragend.-Wer die Kirche (meistens: die Kirchenleitung) kritisiert, gilt bald als Kirchenfeind. Und man übersieht, dass man nur kritisiert, was einem interessiert. Ich habe noch nie den FCL kritisiert, weil es mir vollkommen wurscht ist, ob er gewinnt oder von der Bildfläche verschwindet.
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