Walter Ludin

Was kommt ...

… nach dem Vatikanregime?H. Kohlmaier meint weiter:Der Papst ist mit Sicherheit nicht in der Lage, zu wissen, was in «seiner» weltumspannenden Kirche wirklich geschieht. Die Auswahl der Informationen, die an ihn gehen, obliegt einer unkontrollierbaren Religionsbürokratie, die aufgrund ihres großen Einflusses jenen Versuchungen ausgesetzt ist, die sich in allen solchen Gebilden zeigen: Eigene Interessen zu vertreten, abzuschirmen, Machtkämpfe zu führen und zu intrigieren. Moderne Führungsmethoden wissen längst, wie das auszuschließen ist.Ein weiters wirkender Faktor der unabwendbaren Selbstzerstörung ist Realitätsverweigerung. Allzu oft wird über das hinweggesehen, was Wirklichkeit ist und zum Handeln herausfordern sollte. Verdrängt wird, was nicht mit dem strikt vorgegebenen Idealbild einer von Gott herabreichenden heiligen Kommandolinie übereinstimmt. Um dennoch den Schein zu wahren, wird immer wieder beschönigt und vertuscht. In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck der Verlogenheit. —————————————————————————————-Zur Beschönigung tragen auch die Papstbesuche bei – und die grossen Audienzen in Rom. Ein Mensch, dem immer wieder zugejubelt wird, kommt schwerlich auf die Idee, auf dem falschen Weg zu sein.

6. März 2012 | 01:17
von Walter Ludin
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