Walter Ludin

Bischof Felix Gmür

Wachsende AusländerfeindlichkeitDie KIPA meldete:In der Ausländerfrage stellt Bischof Felix Gmür eine wachsende Polarisierung fest, die zu einer «Paralysierung» führe: «Es geht nur noch um Parolen, nicht mehr um Problemlösung.» Wer derzeit als Asylsuchender in die Schweiz komme, werde nicht als jemand betrachtet, der wirklich Anrecht auf Asyl haben könnte, sondern als Wirtschaftsflüchtling, «meistens noch als Krimineller».Es gebe gewiss eine «sehr kleine Minderheit» von kriminellen Asylsuchenden, und die müssten dem Gesetz entsprechend «anständig, aber konsequent» behandelt werden. Die Grundannahme müsse bei Asylsuchenden in jedem Fall lauten: «Bis ein Asylentscheid vorliegt, sollten wir von einem echten Flüchtling ausgehen. Und nicht von einem Verbrecher.»«Bis zu einem gewissen Mass» sei die Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz salonfähig geworden, mahnt Gmür: «Lesen Sie einmal in Blogs oder Onlinekommentaren auf Newsportalen. Da bekommen Sie den Eindruck, dass weite Teile der Bevölkerung glauben: Da drängen lauter Verbrecher aus Afrika in die Schweiz!»——————–Danke, lieber Felix, für diese deutlichen Worte.

6. Februar 2012 | 01:21
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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