Wenn das nicht Manipulation ist!
Was in Asylzentren (nicht) geschieht«Die Situation ist angespannt.» So stand es zuoberst auf der Frontseite der Neuen Luzerner Zeitung über das Asylzentrum Emmenbrücke. Es gäbe Fälle von Ladendiebstählen, Kleindrogenhandel. Auffallend seien vor allem Leute aus Nordafrika.So weit so schlecht. Oder doch nicht? Denn im ausführlichen Artikel auf S. 21 sagt der Leiter des Zentrums zwar auch, die Situation sei angespannt. Er fügt aber hinzu: «aber keineswegs problematisch». Tönt doch ein bisschen anders …. Und ganz anders tönt es in einem andern Abschnitt:»Als gleich nebenan ein neuer Wohnblock gebaut wurde, gingen die Wohnungen jedenfalls schnell weg. Man braucht keine Angst zu haben, es hat noch nie einen Übergriff auf einen Wohnnachbarn gegeben. In unserem Gebäude ist schon seit 30 Jahren eine externe Kleinkinder-Spielgruppe eingemietet …» Wenn die Notiz auf der Frontseite keine Manipulation ist! Dabei merke man, was die gleiche Redaktion einige Tage zuvor Schülern beigebracht hat: «Die Frontseite ist die wichtigste Seite.»Dort darf offenbar Angst gemacht werden vor Asylsuchenden! Vor allem jetzt, da einige Gemeinde sich mit Händen und Füssen gegen neue Asylzentren wehren.Übrigens: Wer bisher meinte, die Neue Luzerner Zeitung entwickle sich immer mehr zu einem SVP-Blatt, weiss sich jetzt bestätigt.
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